Wer sich jemals gefragt hat, warum Schloss Radboud so heißt, findet in dieser Ausstellung die Antwort. Darüber hinaus entführt „Radboud“ die Besucher in das reiche und mächtige Friesland des frühen Mittelalters und in den ewigen Kampf mit den Franken.
Radboud war König der Friesen, allerdings ein gewählter. Die alten Friesen lebten in Stammesverbänden. Jeder Stamm hatte seinen eigenen Anführer, und aus diesen Männern wurde der König gewählt: Heerführer und Sprecher (Diplomat). Friesland kontrollierte die Wasserwege, und Schiffe waren das wichtigste Transportmittel für den Handel.
Die Franken wollen ihre Macht ausdehnen und haben es auf strategisch wichtige Grenzstädte des friesischen Reiches abgesehen. Radboud steht zwischen dem fränkischen Schwert und der friesischen Seele: Es ist seine Aufgabe, sein Volk, sein Reich und seine Kultur in einer sich wandelnden Gesellschaft zu schützen.
