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Imri Talgam & Lilian Kars – Wat blijft is de muziek

  • 2 Mai 2026
    • 20:00 – 22:00

Eine tragische Geschichte voller Hoffnung, untermalt von lange verborgener Musik. Der Pianist Imri Talgam präsentiert bisher unveröffentlichte Werke von Menachem Asscher, einem Pianisten und Komponisten, der mit 22 Jahren nach Deutschland geschickt wurde und nie zurückkehrte. Lilian Kars verwendet Auszüge aus Werken wie „Tänzerin ohne Beine“ von Menachems Mutter Clara Asscher-Pinkhof, um Menachems Geschichte zu erzählen, die durch Musik von Komponisten wie Beethoven und Bach zusätzlich lebendig wird. Ein wahrhaft bewegendes Konzert, das Geschichten erzählt.

Im Juli 1942 erhielt der 22-jährige Menachem Asscher eine Einberufung in ein Arbeitslager in Deutschland. Er reiste voller Zuversicht an und wurde am 7. Juli 1942 fast unmittelbar nach seiner Ankunft in Auschwitz vergast. Dort hätte seine Geschichte, wie die vieler anderer, enden können. Doch Menachem, Sohn der Schriftstellerin Clara Asscher Pinkhof und des Oberrabbiners von Groningen, Abraham Asscher, war ein begabter Pianist und junger Komponist. Er studierte am Amsterdamer Konservatorium, und dank seiner Mutter konnte ein Großteil seiner Musik gerettet werden. Diese Werke schlummerten jahrelang im Gedächtnis der überlebenden Familienmitglieder. Bis Lilian Kars, die zusammen mit ihrem Mann Paul Janssen an einem Buch über Menachems Onkel Sallie Pinkhof und seine Familie arbeitet, die Musik dank der Recherchen von überlebenden Familienmitgliedern in Israel wiederentdeckte. Nun wird diese Musik erstmals öffentlich aufgeführt, und zwar vom israelischen Pianisten Imri Talgam. Lilian Kars erzählt Menachems Leben und Entwicklung anhand von Auszügen aus Werken wie Clara Asscher-Pinkhofs Autobiografie „Tänzerin ohne Beine“. Werke von Beethoven, Bach und Menachems Zeitgenossen Leo Smit ergänzen die Geschichte und die Musik. Zusammen mit Fotografien von Menachem und seiner Familie schildert das Konzert eindringlich die Schrecken des Krieges und zeigt nebenbei, wie brutal kultureller Reichtum und Entwicklung ausgelöscht werden können. Ein Konzert voller spürbarer Dramatik, ergreifender Musik und vor allem Hoffnung.